Mieten kein Pokerspiel

Sie mieten möglicherweise eine Wohnung, die auf Grund des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes des Bundes unterstützt wird. Das hat einige Vorteile: Der anfängliche Mietzins der Wohnung ist im Vergleich zu andern neu erstellten oder erneuerten Wohnungen tiefer. Mit der Grundverbilligung senkt der Bund die Mietzinse für eine Wohnung. Diese Vorschüsse müssen jedoch im Laufe der Zeit zurückbezahlt werden. Die grundverbilligten Mieten werden deshalb alle 2 Jahre erhöht.

Die Festetzung des Mietzinses solcher Wohnungen erfolgt unabhängig von der Entwicklung der Hypothekarzinssätze und der Teuerung. Langfristig gesehen steigen die Mietzinse solcher Wohnungen im Vergleich zu den übrigen Mietzinsen in der Regel weniger stark. In der Vergangenheit entsprach die Erhöhung etwa dem Anstieg der Lebenshaltungskosten (aus: Informationen für Mieterinnen und Mieter des Bundesamtes für Wohnungswesen).

Die Mietzinse dieser Wohnungen werden vom Bund in Mietzinsplänen festgesetzt. Weil die Festsetzung dieses Mietzinses nicht an die mietrechtlichen Bedingungen des Obligationenrechts (OR) gebunden ist, muss die Anpassung nicht mit dem amtlichen Formular mitgeteilt werden. Die zweijährliche Erhöhung wird aber rechtzeitig mitgeteilt.

Mieterinnen und Mieter können den Mietzins und die Mietzinsanpassungen beim Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Storchengasse 6, 2540 Grenchen, auf ihre Rechtsgültigkeit überprüfen lassen. Die Prüfung erfolgt kostenlos.

Anfechtungen von Nebenkosten für Abrechnungsperioden, die ab 1. Oktober 2003 enden, werden von der örtlich zuständigen Schlichtungsbehörde nach OR beurteilt.


Erhöhung der Mietzinse
1.7.2001
1.7.2002
1.7.2003
1.7.2004
1.7.2005
1.7.2006
1.7.2007
1.7.2008
 1.7.2009
Blumenaustrasse 1
-
3%
-
keine
-
keine
keine
3%
 -
Schwendistrasse 5
3%
-
sistiert
keine
3%
keine
keine
-
sistiert


Erhöhung der Mietzinse
1.7.2010
1.7.2011
1.7.2012
1.7.2013
1.7.2015
       
Blumenaustrasse 1
sistiert
-
sistiert
*)
         
Schwendistrasse 5
-
sistiert
-
sistiert
sistiert
       

Der Bund kann zur weiteren Verbilligung der Mietzinse zusätzliche Beiträge, die so genannten Zusatzverbilligungen (ZV) ausrichten. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Alleinstehende, Familien und Wohngemeinschaften die ZV I, Betagte, Invalide, Pflegebedürftige, Pflegepersonal und Personen in Ausbildung die ZV II.

Mehr dazu in der Verordnung zum Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz (WEG)

*) Nach der Rückzahlung der Grundverbilligungsvorschüsse wurde dieser Vertrag mit dem Bund per 30. Juni 2013 aufgelöst. Für die Mietverhältnisse an der Blumenaustrasse 1 sind nun die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) massgebend.

Über die Höhe der Mietzinse geben wir Ihnen gerne Auskunft.

 

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